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Kulturgemeinschaft Ludwigsfeld e.V.

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KUGEL e.V. / SATZUNG / MITGLIEDER AUFNAHMEANTRAG

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70 Befreiung des KZ Aussenlagers Dachau - Allach

( Seit 1951 Siedlung Ludwigsfeld )

 

 

Derzeit wird landauf, landab viel des Endes der Naziherrschaft und der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager gedacht. Schließlich jähren sich die Ereignisse heuer zum 70. Mal. Mit dem NS-Dokumentationszentrum an der Brienner Str. 34, dort wo einst die NSDAP-Zentrale stand, besitzt die ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ nun endlich einen zentralen Erinnerungsort, an dem sich die Stadt mit ihrer Nazivergangenheit auseinandersetzt. Und endlich einmal legte die Stadt München am 30. April auch beim KZ-Außenlagerkomplex Dachau-Allach zum Gedenken an dessen Befreiung einen Kranz nieder. Zum ersten Mal.

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Über 2.300 Häftlinge starben nachgewiesenermaßen in diesem bewusst vergessenen einzigen Münchner Konzentrations- und Judenvernichtungslager. Es ist das Verdienst von Stadtteilhistoriker Klaus Mai dessen Geschichte in den letzten Jahren erforscht und ins allgemeine Bewusstsein gerückt zu haben – und seine Recherchen dauern an und fördern immer wieder neue Details des Grauens zu Tage, etwa dass es in Ludwigsfeld auch Massengräber gab, so unterhalb des Fußballplatzes und der westlich davor gelagerten Grünfläche.
Zur kleinen Gedenkfeier beim Denkmal des ehemaligen KZ-Außenlagers am251658240AllachText1

Tag der Befreiung kamen nicht nur einige Mitglieder des hiesigen Bezirksausschusses (u. a. der Vorsitzende Markus Auerbach) sowie Vertreter von BMW, der Münchner Volkshochschule, dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und der KZ Gedenkstätte Dachau, sondern auch zahlreiche Nachfahren ehemaliger KZ-Häftlinge aus Holland, darunter auch zwei 91-jährige Holländer, die seinerzeit im KZ-Außenlager waren und für BMW schuften mussten. Auch einer der US-Befreier hatte es sich nicht nehmen lassen, trotz hohen Alters zu kommen.
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Klaus Mai unternahm im Anschluss eine kleine Führung durch die Siedlung, um den Nachfahren die Dimension des Lagers – es war ursprünglich für rund 4.000 Gefangene ausgelegt, beherbergte zu Kriegsende aber über 12.000 Häftlinge, da viele in den letzten Tagen aus anderen Lagern hierher kamen – vor Augen zu führen. Aber auch, um ihnen beispielsweise das alte Trafohäuschen an der Kristallstr. zu zeigen, das den Strom für die Lagerumzäunung lieferte, oder den Lagereingangsbogen beim Onyxplatz sowie die alte Sanitätsbaracke, in der heute der TSV Ludwigsfeld seine Umkleideräume hat. Auch wollten die Kinder und Enkelkinder der ehemaligen holländischen Gefangenen sehen, welche Wegstrecke ihre (Groß-)Väter täglich bei Wind und Wetter auf dem Weg zum Flugmotorenwerk von BMW zurücklegen mussten.
P.S.: Mitte des Jahres wird sich der Münchner Stadtrat mit einer Beschlussvorlage befassen, wie die beiden ehemaligen Baracken in der Siedlung Ludwigsfeld Denkmalschutz-konform saniert und in eine kleine Gedenkstätte samt kultureller Gemeinschaftsnutzung für die jetzigen Bewohner der Siedlung umgestaltet werden können, um den einstigen KZ-Häftlingen ein ehrendes Gedenken zu sichern.

 

Artikel und Fotos dürfen mit Erlaubnis von Renate Regnet und Gerlinde Dunzinger verwendet werden

 

 

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AUSSTELLUNG 2015

 

 

 

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   Das vergessene KZ

 

Der KZ-Außenlagerkomplex Dachau-Allach in Ludwigsfeld

 

Als ich vor zwei Jahren begonnen hatte, mich im Rahmen der Stadtteilforschung mit dem KZ-Außenlager Dachau-Allach zu beschäftigen, war ich erstaunt, dass fast 70 Jahre nach der Befreiung über das einzige Münchner Konzentrationslager noch keine wissenschaftliche Gesamtdarstellung erhältlich war. Das zu diesem Außenlagerkomplex gehörige OT-Lager Allach-Karlsfeld (OT = Organisation Todt) ist bisher überhaupt nicht behandelt worden. So begann ich vorhandene Quellen zusammenzutragen, die Entstehung und Entwicklung dieses Außenlagerkomplexes zu dokumentieren. Um ein Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Dieses Münchner KZ ist von der Stadt München und der Wissenschaft bisher vergessen worden!

 

Für die hier vorliegende Darstellung der Entstehung und Entwicklung des Komplexes des KZ-Außenlagers Dachau-Allach habe ich versucht, möglichst viele Primärquellen zu erschließen. In erster Linie waren dies Quellen des ehemaligen Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes (ITS) - heute Bundesarchiv, die " Totenbücher" aus dem Archiv der Gedenkstätte des KZ Dachau, Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaften sowie internationale Quellen (US-Holocaust-Museum, Yad Vashem, u.a.). Einige Aussagen waren als "Lebenserinnerungen " in Buchform

verfügbar.

 

In der nun vorliegenden Dokumentation sind über 100 Aussagen von Häftlingen, ihren SS-Bewachern und dem SS-Führungskader enthalten. Der KZ-Außenlagerkomplex Dachau-Allach war das drittgrößte Nebenlager des KZ Dachau und das größte KZ Münchens. Allein aus dem "SS-Arbeitslager" waren im Zweischichtbetrieb ab dem Winter 1943/44 etwa 5.500 KZ-Häftlinge für BMW tätig. Ab August 1944 wurden zusätzlich über 1.100 jüdische KZ-Häftlinge des OT-Lagers Allach-Karlsfeld vorrangig im Baukommando BMW-Bunkerhalle "beschäftigt". Die Mordmaschinerie des NS-Regimes mit dem Ziel der Vernichtung durch Arbeit - insbesondere der jüdischen Häftlinge - funktionierte perfekt.

 

BMW-Allach bekam KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter gegen Bezahlung an die SS. In den Akten der Staatsanwaltschaften war mehrfach von einer "durchschnittlichen Belegung" der Lager zu lesen. Methodisch ist der Wert solcher Feststellungen gleich Null, da daraus keine Erkenntnisse über die Behandlung der

Häftlinge abzuleiten sind. Für den Ablauf des organisierten Tötens ergeben sich aus solchen Ergebnissen keine Anhaltspunkte. Man gewinnt beim Lesen mancher Akten ohnehin den Eindruck, dass die Ermittlungen der Bundesdeutschen

Justiz im Hinblick auf die 1979 drohende Verjährung von Mord schleppend geführt wurden.

Dieser Eindruck wird durch falsche Namensgebungen der Behörden verstärkt. Die Staatsanwaltschaft München spricht in ihren Ermittlungen zum OT-Lager einmal von einem "KZ-Außenlager Dachau-Allach", wenige Seiten später gar von einem "KZ-Außenlager Allach/Moosach" und "SS-Arbeitslager Allach". Im Verlauf meiner Recherchen sind mir 15 verschiedene Namen für diesen "Tatort" begegnet!

Ähnlich schlampig ging die Behörde bei der Benennung des Arbeitskommandos "Bau und Fertigung" vor. Trotz schriftlichem Hinweis des ITS aus Bad Arolsen auf diese Unrichtigkeit blieben die Ermittlungsbehörden bei ihrer Praxis, trugen m.E. bewusst zur " babylonischen Sprachverwirrung" und damit zur Verharmlosung der Geschehnisse im OT-Lager bei.

 

Die Beispiele zeigen auch, dass sich sowohl die Ermittlungsbehörden als auch die Wissenschaft nicht wirklich ernsthaft um Aufklärung bemühten. Wie wäre ein "Lager Allach/Moosach" sonst erklärbar?

Welches Interesse könnte eine staatliche Behörde wie die Staatsanwaltschaft haben, nicht beweisbare Zahlen als Fakten vorzugeben? Wollte man auf diese Weise die Unwichtigkeit dieses Lagers dokumentieren?

Die bis dahin gültige "amtliche" Feststellung von ca. 25 Tötungen im Lager schien diese Auffassung zu unterstreichen. Ein Grund könnte gewesen sein, die Größe des Lagers bewusst zu banalisieren und damit die dahinterstehende Mordmaschinerie zu verharmlosen. Damit wurde der Eindruck erweckt, dass dieses OT-Lager "nicht so groß gewesen sein könne" und suggeriert, dass deshalb "nur wenige" Verbrechen an den Häftlingen begangen worden sein können!

 

Mit der Firmengeschichte von BMW ist das OT-Lager Allach-Karlsfeld ohnehin bisher nie in Verbindung gebracht, die Systematik des Tötens mit der "Vernichtung durch Arbeit" bis heute nicht diskutiert worden. Amtlich sind hier keine Toten festgestellt, Verfahren zwar gegen Täter eingeleitet, zunächst aber wegen Verjährung eingestellt worden. Die amtliche Unterstützung der NS-Verbrechen war politisch unterstützt, eine umfassende juristische Aufklärung der NS-Verbrechen nicht gewollt?

 

OT-Lager ("Judenlager") und BMW-Bunkerbau

 

Diese 2.300 Ermordeten während der Jahre 1943 bis 1945 in dem hier untersuchten KZ-Außenlagerkomplex (KZ-Außenlager Dachau-Allach, OT-Lager Allach-Karlsfeld) sind Opfer des Holocaust, von denen man in München

hätte wissen können. Auch die nach Kriegsende an den Folgen der Haft gestorbenen Häftlinge müssen hier dazugezählt werden. Vielleicht

wollte man den Namen BMW in den siebziger Jahren nicht "unnötigen" Belastungen aussetzen, einen großen Gewerbesteuerzahler Münchens nicht verprellen. Bisher wurde das OT-Lager Allach-Karlsfeld nicht mit dem Flugmotorenwerk von BMW in Verbindung gebracht und dies, obwohl alle Häftlinge ausschließlich für BMW

arbeiteten. Die "Freude am Fahren" wäre bei genauerer Kenntnis der Vergangenheit sicher vielen Kunden vergangen:

Im "OT-Lager Allach-Karlsfeld", Teil des KZ-Außenlagers Dachau-Allach, wurde "Vernichtung durch Arbeit" mit aktiver Hilfe, Planung und Beteiligung von BMW praktiziert!

 

Das OT-Lager grenzte direkt an das KZ-Außenlager Dachau-Allach und wurde vom gleichen Kommandanten (SS-Hauptsturmführer Josef Jarolin) befehligt. Eine getrennte Betrachtung erschien sowohl unter dem Gesichtspunkt der Lagerverwaltung als auch der Arbeitsorganisation als falsch. Ihre Lagerorganisation entsprach zudem dem Vorbild des KZ-Dachau. Die Kapos des OT-Lagers waren zunächst deutsche politische Häftlinge und wurden

erst Anfang 1945 gegen jüdische Kapos ausgetauscht. Die disziplinarische Zuständigkeit - sprich Oberaufsicht - des Lagers lag von Anfang an bei der SS, den Arbeitseinsatz bestimmte jedoch ausschließlich BMW.

 

Kapos, OT-Leute und BMW-Werkmeister waren Kalfaktoren, erstere vollzogen u.a. die Prügelstrafe unter Aufsicht der SS, letztlich aber im Auftrag von BMW. Die Bewachung des Lagers erfolgte durch OT-Leute, SS und - ebenfalls der SS zugehörige "ältere Wehrmachtssoldaten". Ihnen oblag die tägliche Begleitung der Häftlinge zur Arbeit und die dortige Überwachung mit ihren Hunden. Diese Mordmaschinerie wurde im Einverständnis mit BMW betrieben.

 

Der Arbeitsbereich der Häftlinge innerhalb des BMW-Werkes war abgesperrt und durfte nicht übertreten werden, weder von den Häftlingen noch von den Zivilisten. Abrechnungen der SS weisen darauf hin, dass OT-Lagerführer Mayer über 1.100 OT-Häftlinge im Bunkerbau bei BMW befehligte. Die Abrechnung gegenüber BMW besorgte ebenfalls die SS. Auch wurden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter aus dem KZ-Außenlager Dachau-Allach und dem OT-Lager Allach-Karlsfeld über Subunternehmen wie Wayss & Freitag, Dyckerhoff & Widmann, Sager & Wörner,

Leonhard Moll, Philipp Holzmann und der Deutschen Reichsbahn direkt über BMW abgerechnet.

 

Der Lageraufbau erfolgte durch etwa 500 jüdische männliche Häftlinge von Mitte Juni bis Ende Juli 1944. Sie kamen direkt von Auschwitz-Birkenau "über die Rampe" und Warschau via Lager Rothschwaige in das OT-Lager

Allach-Karlsfeld. Hier ist der direkte Bezug zur Judenvernichtung in Allach-Karlsfeld gegeben. Der Beginn des OT-Lagerbetriebs erfolgte Anfang August 1944. Der erste Tote - ein jüdischer Häftling - aus dem "OT-Lager Allach-Karlsfeld"

wurde am 2. August 1944 im Krematorium des KZ-Dachau verbrannt. In der Folgezeit wurden dort bis Kriegsende 191 namentlich bekannte Häftlinge aus Karlsfeld eingeäschert. Ab Inbetriebnahme von August 1944 bis Ende Februar 1945 war das Lager durchgehend mit über 1.200 männlichen Häftlingen belegt. Im November 1944 wurden zusätzlich 1.026 ungarische Jüdinnen in das Lager eingewiesen.

 

Von Ende März 1945 bis Kriegsende wurde ein das „Quarantänelager“ des KZ-Außenlagers für weibliche Häftlinge verwendet. Für den Monat April bis zum

"Todesmarsch" am 26. April 1945 ergibt sich für das OT-Lager zeitweise eine tatsächliche Lagerbelegung von etwa 3.000 Jüdinnen und Juden.

 

Von Mitte April 1945 wurden die Zu- und Abgänge zentral nicht mehr erfasst, so dass ein korrektes Belegungsbild zunächst nicht mehr möglich erscheint. Allerdings konnten Evakuierungstransporte und Todesmärsche aus erhalten gebliebenen Unterlagen anderer Lager rekonstruiert werden. Danach waren über 13.000 Häftlinge im letzten Kriegsmonat in den KZ-Außenlagerkomplex Dachau-Allach transportiert worden.

 

Was die Zahl der Toten angeht, steht der Komplex KZ-Außenlager Dachau-Allach mit dem OT-Lager Allach-Karlsfeld auf Rang 4 der "Nebenlager" des KZ Dachau. Zwei Selektionen im OT-Lager vom August 1944 mit etwa 200 und im November mit etwa 150 Häftlingen sind bisher unbeachtet geblieben. Eine weitere Selektion im Februar

1945 mit 150 Häftlingen kommt hinzu. Hunderte von Toten lagerten Ende April 1945 im Lager auf Haufen. Sie wurden dort verscharrt oder auf dem Feldmochinger Friedhof begraben. Ihre Umbettung erfolgte 1950 auf den KZ-Friedhof Ludwigsfeld, 1955 nach Dachau-Leitenberg.

 

Verbrechen der Schergen, Verzweiflung der Häftlinge

 

Hinzugezählt werden müssen die 207 toten KZ-Häftlinge des Feldmochinger Friedhofs, die 1955 exhumiert wurden.

 

Letztere starben in der Haft und an ihren Folgen im April/Mai 1945 im Lager. Ungewiss bleibt, ob alle auf dem Lagergelände verscharrten Toten der letzten Kriegstage auf dem KZ-Friedhof in Ludwigsfeld ihre letzte Ruhestätte

gefunden haben.

 

Zeugen berichten von Kannibalismus in den letzten Kriegswochen im OT-Lager, dass Hunderte Leichen in der Krankenbaracke gelagert wurden und dass diese Leichen schließlich auf dem Gelände verscharrt werden mussten, weil die Verbrennungskapazitäten der Öfen im KZ Dachau erschöpft waren. Lagerführer Jarolin selbst sagte aus, dass die in den letzten Kriegstagen in Karlsfeld ankommenden Züge mit Häftlingen anderer Außenlager mit vielen Toten in Massengräbern beerdigt werden mussten und täglich zusätzlich etwa 30 Häftlinge starben. Hier muss von einer großen Zahl von Toten ausgegangen werden. Häftlingsberichte sprechen von einer Belegung von 14.000 Häftlingen, von denen ein Drittel das Kriegsende nicht mehr überlebte, von "Leichenbergen " im Lager.

Nach Zeugenaussagen verließ Jarolin 6 Tage vor Kriegsende 1945 mit 10 seiner SS-Soldaten und ca. 200 russischen Häftlingen das KZ-Außenlager Dachau-Allach um letztere etwa 200 Meter vom Lager entfernt in die Luft zu sprengen.

Als letzte Grausamkeit ließ sich die SS die "Todesmärsche" einfallen. Der Marsch der Allacher Häftlinge begann am 26. April 1945 gegen Abend und endete am 2. Mai 1945 in Waakirchen-Schopfloch.

 

SS-Lagerkommandant Jarolin spielte sich gegenüber den US-Militärbehörden bei seiner Gefangennahme noch dreist als "Lebensretter" auf, indem er in seiner Aussage vom 11. Juli 1945 ausführte, dass er ja es gewesen sei, der SS-Sturmbannführer Fritz Degelow, als dem Verantwortlichem für den "Evakuierungsmarsch" klar machte, "dass die Häftlinge auch im Gebirge dem Hungertod preisgegeben wären. Degelow hätte sich daraufhin entschlossen

am ,,1. Mai 1945 abends zunächst 8.000 Häftlinge der amerikanischen Armee zu überlassen, wobei die deutschen Militärbehörden behilflich waren." Für weitere etwa 2.000 Häftlinge endete der Marsch am 2. Mai 1945 in Rottach-Egern.

 

Insgesamt befanden sich etwa 14.000 Häftlinge auf dem "Todesmarsch", davon etwa 2.000 aus Dachau-Allach. Die Umgebung der "Krankenbaracke" in Ludwigsfeld wurde bis heute nicht mehr weiter untersucht. Berichte von Ex-Häftlingen und ein Luftbild vom April 1945 lassen vermuten, dass es immer noch Massengräber auf dem Gelände in Ludwigsfeld gibt. Diese Vermutung kann freilich nur durch Grabungen vor Ort verifiziert werden. Die Lagepläne der Gräber liegen vor.

Die russischen und jüdischen KZ-Häftlinge wurden für ihre Arbeit von BMW nicht bezahlt, die Sozialversicherungsbeiträge für diese Häftlinge von den Betrieben nie eingefordert. Das war Gesetz. Auch die 2. überarbeitete Auflage der vorgelegten Dokumentation zur Geschichte dieses KZ-Außenlagerkomplexes Dachau-Allach ist in vielen Aspekten noch ergänzungsbedürftig. Unabhängig davon ist es wichtig, das Geschehene durch Fakten erneut in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und so gegen das Vergessen vorzubeugen.

 

Diese Arbeit ist ein Versuch, einen Beitrag zur historischen Aufarbeitung des KZ-Außenlagerkomplexes zu leisten. Die Auswertung gerichtlicher Aussagen und persönlicher Berichte, die über ihren juristischen Wert hinaus soziale Bezüge und Abhängigkeiten erkennen lassen, sind dabei nur ein weiterer wichtiger Aspekt.

Aus den Aussagen von Häftlingen und Tätern sowie aus der Auswertung der Transportlisten anderer Lager ergeben sich neue Tatsachen, die vor allem die letzten Kriegstage betreffen. Die Zahl der toten Häftlinge war sehr viel höher, als bereits bisher nachgewiesen. Meine vorsichtige Berechnung geht von über 2.500 getöteten Häftlingen in Dachau-Allach aus. Diese toten Häftlinge verdienen ein würdiges Erinnern am Ort des Geschehens.

 

Ihnen ist deshalb diese Ausstellung und die vorgelegte Dokumentation gewidmet.

 

München, April 2015

Klaus Mai

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NACHWUCHSKONZERT  2014

Das Nachwuchskonzert 2014 war wie schon in den vergangenen Jahren ein voller Erfolg. Einige ganz junge Künstler standen zum ersten mal auf einer Bühne, andere etwas ältere, waren schon im letzten Jahr dabei. Deutlich erkennbar war vor allem dass, der musikalische Nachwuchs unserer kleinen Siedlung  Ludwigsfeld wächst. 

KUGEL e.V. bedankt sich bei allen Helfern und besonders bei Babsi Schröder für die Organisation sowie die Durchführung des Konzerts.

Weitere Fotos und näheres finden Sie links unter der Rubrik : NACHWUCHS - KONZERT               

                                                                                                                           

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Bau und Belegung der

"Neuen Wohnsiedlung München-Ludwigsfeld"

von

Ewgenij Repnikov M.A.

Anfang 1951 sah sich die bayerische Staatsregierung gezwungen, ein Wohnungsbauprogramm für die Personen aufzustellen, die ihre bisherigen Unterkünfte in Kasernen /und auch in früher für militärische Zwecke genutzten Barackenlagern/ verlassen mussten, weil diese jetzt von der amerikanischen Besatzungsmacht für ihre Soldaten beansprucht wurden. Nach dem Schreiben des Bundeskanzleramts (Dienststelle Blank) vom 10. Februar 1951 sollte Bayern 28 Kasernen an verschiedenen Standorten zur Unterbringung von US-Truppen räumen.

Im bayerischen interministeriellen Ausschuss war man sich schnell einig, dass die Wohnungen auf staatseigenem Gelände erstehen sollten.

In München bot sich dafür der westliche Teil des ehemaligen KZ-Außenlagers Allach an. Die noch bestehenden Baracken im östlichen Teil, im ehemaligen, im Juli 1950 aufgelösten StEG-Lager, wurden Ende 1950/Anfang 1951 mit Bundesmitteln zum Regierungslager Ludwigsfeld, München 54, für sog. Kasernenverdrängte (aus der Will- und später aus der Warner-Kaserne) und zum..........................

Mehr zu diesem äußerst interessanten Artikel lesen Sie links in der Rubrik : GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( A )

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Theater International Ludwigsfeld

"VERFLIXTE LIEBELEIEN"

Theater International Ludwigsfeld präsentierte am 12. & 19. Oktober ihr neues Theaterstück "Verflixte Liebeleien". Für den Zuschauer war es eine erfrischende Komödie, bei der man einfach herzlich lachen konnte. Eine lustige Situation folgte der anderen, nur in der Pause konnte man sich vom vielen Lachen etwas erholen, doch dann gings auch schon wieder los.

Die Rollen waren sehr gut besetzt, jeder Darsteller spielte nicht nur, sondern lebte seine Rolle. Es war ein sehr lustiger und unterhaltsamer Abend. Lange nicht mehr so viel gelacht. Gut gemacht Theater International. Hoffentlich gibts bald wieder ein Theaterstück.

Mehr Fotos finden Sie links unter der Rubrik :

TIL - THEATER INTERNATIONAL

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Die Schule in Ludwigsfeld

von
Ewgenij Repnikov M.A.

Bereits 1802 wurde im Beisein von Minister Graf Montgelas zum Andenken an den Schulmann Prof. Sebastian Mutschelle der Grundstein für eine Schule in der Gemeinde Ludwigsfeld gelegt /1802 wurde übrigens auch die allgemeine Schulpflicht in Bayern eingeführt/. In Moosach wurde gleichzeitig die damals dort bestehende Schule aufgegeben und die Einschulung der Kinder nach Ludwigsfeld verfügt.

Die Schule Ludwigsfeld wurde in den Jahren 1803 – 1839 von den Kindern aus Ludwigsfeld, Karlsfeld und Moosach besucht.

1805 besuchten 37 Werktagsschüler.........................

Den gesammten Bericht lesen Sie unter der Rubrik : 

GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( B )

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Das Schwabenbächl

- ein kleiner Bach mit bewegter Geschichte

von Ewgenij Repnikov M.A.

 

Als Kinder dachten wir, das Schwabenbächl entspringt in den Kiesbergen beim alten Dorf Ludwigsfeld. Wir wussten ja damals nicht, dass die Kiesberge die künstliche Aufschüttung für den noch in den 30er Jahren geplanten Verschiebebahnhof München-Nord waren.

Tatsächlich aber hat das Schwabenbächl seinen Ursprung im Kleinen See im Nymphenburger Schlosspark, der auch als Pagodenburger See bezeichnet wird. Und so fließt das Schwabenbächl als idyllischer Bach an der in den Jahren 1717-1719 errichteten Pagodenburg vorbei im sog. Pagodenburger Tal durch den Nymphenburger Schlosspark nach Norden, verlässt diesen nach dem Kugelweiher und unterquert die Menzinger Straße.

Und dann fließt der Bach weiter durch................

Den kompletten und sehr interessanten Bericht lesen Sie links unter der Rubrik : GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( B )

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50 Jahre Grundsteinlegung der russischen orthodoxen Kirche

zu Ehren des Erzengels Michael in Ludwigsfeld

von

Ewgenij Repnikov M.A.

 

Am 16. Juni 2013 jährt sich zum 50. Mal die Grundsteinlegung der russischen orthodoxen Kirche an der Achatstr. 14. Die Grundsteinlegung wurde vollzogen von Erzbischof Alexander (Lovtschij). Ihm konzelebrierten Archimandrit Ioann (Peterfalvy), Protopresbyter Vasilij Vinogradov und Erzpriester Sergij Matwejew.

Ein geschichtlich sehr interesanter Bericht von Ewgenij Repnikov. Mehr lesen Sie links unter der Rubrik : GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( A )

 

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Russische Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs

als Zwangsarbeiter in Ludwigsfeld

von

Ewgenij Repnikov M.A.

 

Sollte man meinen, dass Zwangsarbeit ein Phänomen des 2. Weltkriegs war, so täuscht man sich. Auch im 1. Weltkrieg wurden zivile Fremdarbeiter und Kriegsgefangene als Ersatz für die fehlenden deutschen Arbeitskräfte in der Industrie, in der Land- und Forstwirtschaft, aber auch in Handwerksbetrieben eingesetzt. Und dies wird häufig als Probelauf für die Organisation der Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg angesehen.

Die für die jeweiligen Arbeiten benötigten Kriegsgefangenen wurden vom Arbeitgeber mit..................... 

Der Bericht wurde mit neu entdeckten Fotografien ergänzt.

Lesen Sie mehr über diesen geschichtilch äusserst interesanten Bericht links unter der Rubrik : GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( A )

 

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Der Ludwigsfelder Armreif

– ein Relikt aus der Hallstattzeit

von

Ewgenij Repnikov M.A.

 

1909 wurde im einstigen Ludwigsmoos am östlichen Rand des Allacher Forsts zwischen Ludwigsfeld und Allach eine bis dahin nicht bekannte und verzeichnete Gruppe von 19 Hügelgräbern festgestellt, wovon 7 bereits ausgegraben waren. Die Gruppe erstreckte sich in einem schmalen Streifen zu beiden Seiten eines Feldsträßchens von Süd nach Nord................

Lesen Sie mehr über die wahrscheinlich ersten Siedler des heutigen Ludwigsfeld links unter der Rubrik :

GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( B )

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Die von „Kugel e.V.“ mitveranstaltete Ausstellung „60 Jahre Siedlung Ludwigsfeld“ weckte ein so großes Interesse anderer Organisationen, dass diese Führungen durch die Siedlung Ludwigsfeld anboten, die von „Kugel“-Mitgliedern mit großem Erfolg durchgeführt wurden.

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KZ - FRIEDHOF

Des ehemaligen KZ - Aussenlagers Allach / Karlsfeld

Nach langwierigen Nachforschungen, nicht immer ohne Schwierigkeiten, ist es Herrn Ewgenij Repnikov M.A.  gelungen, die tatsächliche Geschichte des ehemaligen Massengrabes, (später KZ - Friedhof) des KZ - Aussenlagers Allach / Karlsfeld, auf dem Gelände der heutigen Siedlung Ludwigsfeld heraus zu finden. Der Bericht wurde von Herrn Repnikov updated und auf den neuesten Stand gebracht.

Lesen Sie den illustrierten Bericht links unter der Rubrik :

GESCHICHTE & DENKMALSCHUTZ ( A )

 

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Regierungslager Ludwigsfeld und Bundesauswandererlager München - Karlsfeld

(Copyright : BayHStA, MArb LaFlüVerw 939.)

Ein ausserordentlich interessanter Bericht, recherchiert und verfasst von Ewgenij Repnikov, über den Umbau bzw. die Sanierung des ehemaligen KZ - Aussenlagers Allach, sowie den Bau des Kantinengebäudes (später Spaten - Gaststätte und Kino). Dazu viele zum ersten Mal veröffentlichte Fotos aus den Jahren 1950 / 51. Der Bericht wurde von Herrn Repnikov updated und auf den neuesten Stand gebracht.

Für alle an der Geschichte Ludwigsfelds interessierten Menschen ist dieser Bericht ein Muss.

 

Zum Bericht bitte links die Rubrik : 

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12. 02. 2014

Unser Chor

 

Es war wieder einmal ein erfrischender Januar in Ludwigsfeld, auch ohne Schnee.

Am Samstag, den 25.01. fand im Saal des „Jump – In“ zum zweiten mal ein Konzert des Ludwigsfelder Chor’s unter der Leitung von Florian Grünwald statt. Es war ein tolles Erlebnis in einem ausverkauften Haus. Der Einzug des Chor’s, mit den „Lu Town Drummers“ vorne weg, weckte auch die Letzten aus dem Winterschlaf. Als daraufhin kein Zweifel mehr an der Aufmerksamkeit des Publikum’s bestand, fing der Ludwigsfelder Chor mit seinem internationalen Programm an. Mit den passenden Accessoires zu den verschiedenen Liedern hat man auch Choreographisch mit gedacht, besonders auffällig waren die unterschiedliche Haarpracht und Haarfarben des Dirigenten. Nach der Pause gab es einen Gastauftritt der a- capella Gruppe „Lehrer haben Freizeit“ mit tollen Songs. Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Ludwigsfelder Vereinen Kugel e.V., Iglu e.V. und dem Caritas. Ja, bei uns ist auch im Januar was los. Jetzt brauchen wir nur noch einen geeigneten Kultursaal mit genügend Platz für das Publikum. 

G.O. 

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FREUNDE & FÖRDERER

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Patrizia Immobilien AG

Ottmann Architekten

TSV-Ludwigsfeld e.V.

Caritas -  Einrichtungen Ludwigsfeld

IGLU-Interessengemeinschaft Ludwigsfeld e.V.

BA - 24 Feldmoching-Hasenbergl